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Alle Bilder von meinem Sitzplatz aus. Leider ist Scheila nicht ganz so scharf abgelichtet, wie sie spielte. Sie war für mich das absolute Highlight des Abends. Und jetzt möchte ich begründen, was ich auf der Start-Seite so kurz und knapp zu meinem Eindruck schrieb. Scheila war definitiv das musikalische Tüpfelchen auf dem “I” während des gesamten Konzertes. Ihr merkte man am deutlichsten Spielfreude und Lust an der Sache an. Dazu kam, dass sie nicht nur musikalisch zu überzeugen wusste ;-) Im Vergleich zum letzten Jahr hat sie sich deutlich um die Taille “verjüngt“ (he! ich bin kein Schowieschwain - aber man kann doch wohl auch so was mal registrieren, oder?).
Ben Thomas konnte zunächst einmal mit seinem Gesang zu City Of Tiny Lights überzeugen. Dann jedoch wurde seine Stimme irgendwie langweilig. Zu wenig facettenreich, zu eintönig. Seine Soloeinlage mit dem Megaphon bei Chunga’s Revenge war dann wieder spitze. Und auch Willie The Pimp kam gut rüber.
Tja, der Dweezil ... eigentlich fiel es mir schon letztes Jahr in Düsseldorf auf und jetzt kann ich es auch in Worte fassen: Zappa plays Zappa - bis auf Zappa! Gewiss, da waren ein paar sehr schöne Soli. Technisch ausgereift, hochkonzentriert vorgetragen aber eben nix, wie sein Vater es gespielt hat. Nichts bei seinem Spiel erinnert an die Kreativität, den Spass an spontanen schrägen Einfällen und dessen zum Teil gnadenlose Umsetzung an (F.) Zappa.
Jamie Kime spielte bis auf zwei sensationelle Soli dezent im Hintergrund und Pete Griffin fiel mir insbesondere durch seinen Hip-Hop-artigen Tanz während seines Saitengezupfes auf.
Gelinde gesagt ziemlich daneben fand ich das Fehlen von Billy Hulting. Peaches En Regalia ohne Percussions? Ätzend wie auch einige andere Stücke. Und es fehlte insgesamt deutlich an Authentizität - kein Steve Vai, kein Nappi, kein Ray White, kein Terry Bozzio.
Aber das ist nur meine ganz persönliche Meinung zu diesem Konzert. Also: Irgendwie zu teuer für eine Cover Band. Da gibt’s dieses Jahr für etwas mehr als doppelt soviel Geld das Vielfache zu sehen und Echtheit wird garantiert durch Terry Bozzio, Robert „Bobby“ Martin, Napoleon Murphy Brock, Ike Willis, Denny Walley, Roy Estrada und Don Preston.
Nun denn, so richtig nett wurde es nach dem Konzert vor der Bühne. Wieder einmal nahm Dweezil sich viel Zeit für Autogramme, Fotos und den einen oder anderen Klönschnack (transl.: kurzweilige Unterhaltung). Scheila und Ben kamen auch nochmal auf die Bühne zurück.
Dies also mein ganz persönlicher Eindruck zu diesem Konzert. Ich bin absolut froh, da gewesen zu sein. Zappa’s Musik live gespielt zu hören ist immer toll.
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